Pendlergeschichten #1

Pendlergeschichten-I

Drei Jahre pendeln liegen nun hinter mir. Meine Strecke – etwa 100 km. In Zeit umgerechnet etwa 2 Stunden 20 Minuten. Morgens hin – abends wieder zurück. Je nach Semester und Stundenplan 3-5 mal die Woche den Spaß wiederholen. Yippie!

Die meisten Menschen schauten mich entsetzt an, nachdem sie davon erfahren. Dann kommt der typische Blick. So ein richtiger „Mädel, bist du denn bekloppt?“-Blick. Da gewöhnt man sich nach einer Zeit dran. Nach spätestens dem 10. Blick hat man die passenden Antworten parat und fühlt sich nicht mehr so schlecht. Erklärt, warum man nicht einfach umzieht. Versichert allen, dass es nicht so schlimm ist. Man wohnt ja mit dem Freund zusammen. Manche haben dann Verständnis, manche schauen immer noch. „Sowas würde ich ja niiiiie machen!“. Njoa, musst du auch nicht. Punkt. Ist schließlich mein Leben.

Ich weiß noch, wie als ich eben anfing zu studieren und auch zu pendeln und beschloss, nicht umzuziehen, jeder mit maximal einen Monat gab, oder vielleicht zwei, bis ich freiwillig umziehe. Tja, ist nicht passiert. Für drei Jahre waren die Züge mein zweites Zuhause.

„Da geht doch total viel Zeit verloren!“

Dazu muss ich natürlich sagen, dass ich Zugfahren mag. Und dass ich in der Lage bin, bei allen möglichen Gelegenheiten und Lautstärken zu lernen und zu schlafen. Das sind ganz gute Voraussetzungen, um die Zeit im Zug nicht sinnlos zu verplempern. Das ist nämlich auch mein Totschlag-Argument „Aber ich kann ja im Zug lernen!“ Das ist gewiss nicht ganz richtig, denn wenn ich die ganze Zeit im Zug (immerhin 2 Stunden 20 an durchgehender Zugfahrt am Tag!) lernen würde, hätte ich jetzt bestimmt schon mindestens einen Doktortitel. Denn nachdem man seinen Facebook- und Twitterfeed in der erstaunlichen Rennschneckengeschwindigkeit des mobilen Internets im Zug durchgescrollt hat, bleibt einem gar nicht so viel Zeit. Und wie wenig Lust ich auf den bekloppten Übungszettel habe! Dann schleicht sich doch das schlechte Gewissen und die Erkenntnis „Was du im Zug nicht erledigst, musst du eben zu Hause machen“ an und dann bin ich doch recht produktiv. Und weil die Vorstellung, zu Hause statt Abendessen + Freund + Serie sich über dem immer noch nicht fertig gemachten Übungszettel zu hocken ist eher nicht so verlockend. Also eben doch Nase in den Laptop, Stift in die Hand und ab geht’s! Zum Glück beherrsche ich die Kunst des Welt-um-mich-herum-Ignorierens absolut perfekt und kann mich wichtigen Sachen widmen, wann auch immer mir danach ist die Pflicht ruft.

„Wie viel Uhr musst du denn immer aufstehen?!“

Ich bin kein Frühaufsteher. Zu Schulzeiten betrachtete ich schon um 7 aufstehen als äußerst ungenießbar. Nun ja, wenn ich in den Genuss der Veranstaltungen um kurz nach 8 Uhr morgens kommen wollte, musste ich um 5 aufstehen. Pfui, aber wat muss, dat muss. Ich bin immer noch kein Freund davon, aber man gewöhnt sich definitiv daran und irgendwann betrachtet man „bis um 7 schlafen“ tatsächlich als ausschlafen. Ohne Kaffee geht aber nichts!

„Wieso tust du das???!“

Aber wie ist das Pendeln wirklich so? Ein wenig beschissen, ja, aber durchaus zu überleben. Ich sage es oft so: „Ich freue mich jeden Tag nach Hause zu kommen, darauf, dass jemand (in dem Fall mein Freund) auf mich wartet, sich anhört, wie mein Tag war und mit mir den Abend verbringt. Das ist schön!“ Und solange das Apparieren in unserer Welt nicht funktioniert, muss es eben so sein. Das hört sich nun vielleicht unglaublich unselbstständig an, aber ich weiß eben, was mir gut tut und vor allem am Anfang des Studiums konnte ich es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und jemanden zu haben, der mich in Arm nimmt und sagt, dass alles gut wird.

 Im November dieses Jahres war übrigens Pendeln für Fortgeschrittene angesagt – jeden Tag aus Bochum zur Uni nach Aachen. Dauert etwa 3-3,5 h und ist etwas lang und nervig, ja ;) Und der Zug für die tollen 8.30-Uhr-Veranstaltungen ging um kurz nach 5. Das war nicht mehr so schön und ich war froh, dass wir dann umziehen konnten :) Zudem entschloss sich die bekloppte GDL zu streiken, was das ganze nicht gerade angenehm machte. Welche andere Schwierigkeiten mir Bahnfahren bereitete und welche schönen und witzigen Sachen ich erlebt habe, erzähle ich im zweiten Teil der Pendlergeschichten.

Ist jemand von euch mal gependelt oder pendelt vielleicht dauerhaft so wie ich damals? Erzählt mir von euren Geschichten!

33 Kommentare

  1. JulWayne says: Antworten

    Das ist echt ein ganz anderes Pendel-Kaliber als bei mir :/ bei mir ist nicht die Entfernung so schlimm (nur knapp 15 km), sondern die schreckliche Öffi-Verbindung. Um von zu Hause zur Arbeit zu kommen muss ich Bus, Straßenbahn und Ubahn fahren und bin da für eine Strecke fast 1,5 Stunden unterwegs. Und das find ich schon ätzend. Damals die paar Monate in der Uni wars noch ein bisschen länger. Da geht echt so viel Zeit drauf
    Aber lernen kann ich auch nie dabei xD ich nehms mir immer vor, schaffs aber doch nie. Ich schiebs immer darauf, dass ich so oft umsteigen muss und sich das deshalb gar nicht lohnt.. xD
    Aber es freut mich voll für dich, dass dein Weg jetzt kürzer ist, ist sicher ne ganz schöne Erleichterung

    1. Ja, mit dem Zug ist es manchmal schon angenehmer, als mit den Stadtöffis ^^
      Es ist eine Erleichterung, auf jeden Fall :)

  2. Sehr gut, was einem nicht alles passieren kann auf dem Heimweg :)
    ♥Bine

  3. Also für mich war Zugfahren immer der Horror, allein weil es auf meiner Strecke immer unendlich voll war und man eigentlich fast immer stehen musste. Auf einer Strecke von einer Stunde schon relativ unangenehm. Und da die S-Bahn relativ Verspätungs- und Ausfallanfällig war, habe ich manchmal genauso lange am Gleis gestanden, ob denn noch ein Zug kommt. Einige Male habe ich deshalb die Berufsschule nicht erreichen können. Dauerpendeln wäre also gar nichts für mich. Mit dem Auto wäre es OK, aber wahrscheinlich wirst du auf deiner Strecke dann noch länger brauchen, oder? Ich finde es auf jeden Fall toll, dass du es in Kauf nimmst für eure gemeinsame Wohnung. Und du hast Recht, das Gefühl, dass abends jemand auf dich wartet, ist vieles Wert!

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Wenn man stehen muss, ist es natürlich absolut ätzend!
      Ich habe kein Auto und es wäre mir auch viel zu teuer, vor allem auf die Entfernung! Was das jedes Mal kosten würde, ohje, ohje!
      Von der Zeit wäre es aber etwas schneller, schätze ich, so 1,5 h vielleicht, aber genau weiß ich es nicht, da ich die Strecke noch nie mit dem Auto gefahren bin!
      Nun habe ich ja eine richtige gemeinsame Wohnung allein mit meinem Freund und pendele nun auch nicht mehr. :)

  4. Konntest du da komplett in einem Zug durchfahren oder musstest du auch umsteigen?
    Ich musste damals zwar nur 1 Semester pendeln und auch nur 1,5h pro Strecke, aber ich hätte das alles 100x angenehmer gefunden wenn es 1,5h am Stück in einem Zug gewesen wären. Aber ich musste 3x umsteigen, also mit 4 verschiedenen Öffis fahren. Erst Bimmeblbahn, dann S-Bahn, dann U-Bahn und dann Bus. Leider war es echt selten, dass alles glatt lief, vor allem im Winter. :/ Das war der Horror, da war nix mit „die Zeit sinnvoll verbringen“, mit Lernen oder so, weil ich immer auf dem Sprung sein musste gleich wieder umzusteigen, außerdem war eh alles so endlos voll, dass ich nicht einmal Platz hatte, irgendwas aus meinem Rucksack zu holen. :sad:
    Das war keine schöne Zeit und vor allem viel verplemperte Zeit und ich möchte das nie wieder machen. Bin froh, dass ich jetzt nur noch 15min U-Bahn fahren muss und dann bin ich da. :)

  5. Ja, das kenne ich auch noch gut. Um 5 aufstehen um an der FH zu sein um 8 Uhr. Dabei waren es nur knappe 35 km. Reine Fahrtzeit war es relativ kurz, „nur“ eine Stunde, aber halt mit 2 mal umsteigen und da lief auch nicht immer alles glatt. Aber ich wusste worauf ich mich einlassen würde. Für mich war klar dass ich nie niemals in diese Stadt ziehen würde und ausserdem hatte ich gerade meine Traumwohnung gefunden und war dort eingezogen.

  6. Nine says: Antworten

    Meinen Respekt, dass du das so lange durchgezogen hast! ^_^

    Ich muss derzeit auch pendeln, allerdings bin ich jeweils „nur“ 1-1,5 Stunden unterwegs. Meist ist es so voll, dass ich nicht wirklich etwas Sinnvolles in der Zeit erledigen kann. Häufig bin ich nach der Arbeit aber auch zu kaputt, um direkt ein Buch zu lesen und würde lieber erstmal etwas ausspannen. Dabei fahre ich eigentlich auch gerne Zug! Aber jeden Tag ist mir dann doch etwas zu viel. Deshalb werde ich in zwei Monaten umziehen und zähle jetzt schon die Tage x_x Aber zumindest erlebt man beim Pendeln echt so Einiges…

    Deshalb freue ich mich auch besonders, wenn es mit deiner „Willkommen Zuhause“-Serie weitergeht ;)

    Liebste Grüße~

    1. Wenn es zu voll ist, ist es auch richtig ätzend! Da kann ich es verstehen. Bei mir ging es ja zum Glück meistens. Mindestens ein Platz war mir immer sicher. Nach der Arbeit kannst du ja wenigstens entspannen, ob im Zug oder nicht, ich muss nach der Uni immer noch was machen.
      Beim Einrichten erlebt man auch einiges, glaub mir :D und freut mich, dass du dich auf die Willkommen Zuhause Artikel freust :)

      1. Nine says: Antworten

        Ich schreibe gerade parallel meine Bachelorarbeit, also ist es eher semi-entspannend nach dem Vollzeitjob :D Aber bald hat auch das ein Ende und dann muss ich mit dem Unikram nicht mehr rumschlagen, da hat man es im Beruf eindeutig besser. Bei der Uni endet der Arbeitstag manchmal ja gar nicht wirklich ^_^“

        1. Ja, okay, dann ist das ja schon nochmal einiges!
          Eben, genau den nicht endenden Arbeitstag meinte ich.

  7. Darüber haben wir ja schon öfter gesprochen und ich bin ja eine die sagt, dass sie das nie machen würde. Aber ich steh auch nicht so auf Zugfahren und vor allem kann ich echt nicht gut lernen etc. wenn Deppen um mich rum sind. Aber der wichtigste Grund ist, und wo du eben totale Glück hast ist, dass es bei dir so ein Ticket gibt, bei dem du das machen kannst. Mich würde das jeden Tag 30€ (mit BahnCard50) kosten. Meine Familie wohnt auch 100km weit weg, was 2-2,5 Stunden sind. Ein hoch auf NRW also ;)
    Aber dennoch: Gut dass du endlich umgezigen bist und deine Zeit nun schöner gestalten kannst :)

    Ja, ich gehe manchmal zu Edeka :D Schlimm? Sorry, aber ich achte normalerweise nicht auf jeden Cent, das ist das schöne wenn man arbeitet. Aber das war dann echt krass und ich hab die Nüsse nicht gekauft. Meine Mama hat jetzt welche ausm Aldi für ca. 2€ mitgebracht. Die brauche ich jetzt aber auch nicht mehr :D

    Ja, selbst wenn man es so Listenartig macht schweift man schnell aus. Ich hatte ja vorher auch diese „gemacht, gegessen,…“ und konnte da auch ewig reden, owbohl ich das eigentlich dadurch auch kürzen wollte. Aber mein neuer Rückblick gefällt mir jetzt ganz gut und monatlich ist jetzt auch besser, da ich ja nicht mehr so oft blogge.
    Und ja, ich habe schon eine lange Beziehung mit meinem Blog^^

    1. Ja, (unter anderem) dafür liebe ich NRW :)
      Nö, schlimm nicht, aber halt teuer :D ich verstehe nicht, wieso man da einkaufen geht, wenn man das gleiche (und noch mehr) in anderen Supermärkten für weniger Geld kriegt :D und es hat ja nichts damit zu tun, ob man arbeiten geht oder nicht, ich kann es ja verstehen, wenn man sich ein Luxus vom Reisen, Auswärtsessen, was schönes kaufen, was unternehmen etc. leistet, aber mehr Geld zahlen, obwohl man einfach zum anderen Supermarkt gehen kann und dort das gleiche hat, das verstehe ich nicht xD Aber ist ja deine Sache, ich habe mich ja nur gewundert :D
      Genau so ist es bei mir, aber wenn ich Freitexte schreibe, ist es noch schlimmer. Ich finde monatlich auch besser, weil in nur einer Woche meistens nicht so spannende Sachen passieren, aber monatlich kann man dann schon schönes aufzählen :)

  8. Mein Freund muss auch immer zwischen der UNi und seinem zu Hause pendeln. An manchen Tagen findet er es okay, da man ja ein Handy und Kopfhörer dabei hat, in Ruhe Musik hören kann und aus dem Fenster des Uuges schauen kann, aber an anderen Tagen ist er immer total müde und erschöpft und schimpft weil ihm so viel Zeit dabei flöten geht.

    Viel Spaß in Roermond <3

    Liebe Grüße

    Svenja

  9. Mein Freund arbeitet in Köln und fährt fast jeden Werktag mit dem Zug hind und zurück. Zwar ist es jetzt auch nicht sooo weit nach Köln, aber du kennst ja die Bahn. ;) Damit er nicht immer gezwungen ist, den RE zu nehmen, hat er ein Ticket für den ICE. Das Pendeln ist natürlich oft nervig für ihn, aber die Arbeit, die er in Köln macht, hätte er hier nicht gefunden
    Blöd wird es nur, wenn die Bahn in den kommenden Sommerferien die Strecke wegen Bauarbeiten sperrt.

    1. Ich kenn die Bahn, aber ich hatte zum Glück nicht ganz so viel miterlebt.
      Auch du Scheiße, dass habe ich ja nicht gewusst. Dann ist ja Schluss mit dem RE1, denn wie sie den ganzen RE1 (oder auch ein ICE) in Ersatzbusse verfrachten wollen, ist mir ja echt ein Rätsel! Kann ja nicht funktionieren. Dein armer Freund!
      Ich muss ja nicht in den Ruhrpott über Köln fahren, aber er muss ja!

  10. Puh, da hast du aber immer ganz schön Kilometer abgerissen. Respekt, dass du dich da zu den 8 Uhr-Veranstaltungen aufraffen konntest!

    Ich pendle ja auch seit Jahren täglich zwischen zwei Städten, was zwar nicht so viele Kilometer sind, aber halt auch pro Strecke eine Stunde dauert (sofern denn alles glatt geht und die Bahn keine Verspätung hat – also dauert es meistens länger). Ich lese viel in der Bahn, wobei ich da nie lange am Stück sitze (15min zu Fuß, ca. 15 min Bahn, umsteigen, 15min Straßenbahn). Lernen konnte ich da zu Unizeiten aber nie in den Öffentlichen.

    Man gewöhnt sich definitiv dran, wobei ich es schon krass finde, wenn ich meinen Arbeitsweg mit dem vieler meiner Kollegen vergleiche, die in der Kölner Innenstadt wohnen und zehn Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad brauchen. Bei mir summiert sich die Fahrt auf anderthalb zusätzliche Arbeitstage pro Woche. Wtf…

  11. Also ich kenne das mit dem langen fahren :D Meine alte Arbeitsstelle ist mit dem Auto vllt. 15 Minuten entfernt? Da ich allerdings Schichtdienst hatte und eben auch kein Auto musste ich zu oft zu früh (um halb 4 ) aufstehen, um nach dort zu gelangen, 2 Stunden Busfahren um die Zeit ist echt nervenaufreibend!

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://www.imaginary-lights.net/

  12. Ich habe sogar die 20 Minuten in der Straßenbahn damals zur Schule genutzt, um zu Lernen oder Hausaufgaben zu machen :D
    Am Anfang meines Studiums dacht‘ ich, dass Bahnfahren auch voll okay ist, aber irgendwann bin ich auf Auto umgesattelt, was bei 30 Kilometer auch noch zu verschmerzen ist. Maximal zwei Mal die Woche :D
    Bis nach Aachen würde ich wohl aber auch Bahnfahren. Und Umziehen würde ich auch nicht :3
    Da kann ich dich gut verstehen :)

    1. Ich wohne in Bochum ;-) bzw Nachbarstadt von Bochum. Studieren tu ich in Dortmund, das ist zu vertrösten. Aber immerhin schon im… ähm… achten? Semester, deshalb muss ich nicht allzu oft mehr zur FH, weil ich nur noch 2 Punkte brauche und sonst nur gerade den Bachelor mache (im ersten Semester war ich 4 Tage da ^-^)
      Da ich den Master in Essen machen will, kann ich auch hier im Pott bleiben <3

  13. Liebe Liebe Leeri,
    ich bewundere dich von Tag zu Tag mehr x_x ! Aber nicht negativ, sondern weil du echt einfach dranbleibst egal wie hart oder aufwändig es ist. Ich bin mir zwar nicht sicher ob es einfach keine andere Möglichkeit gab (finanziell die Wohnung damals oder dass dein Freund wegen Arbeit dort festgebunden ist) oder ob es für dich auch so ok wäre.

    Ich weiß nicht mal ob es als Pendeln gilt, aber für mein damaliges Laborpraktikum der Uni musste ich immer zu diesem Institut außerortsfahren. Sbahn war dann etwa eine 1 Stunde, beim Flughafen angekommen dann in den RegioBus gestiegen und beim Vorort angekommen nochmal am Bahnhof auf den Bus zum Institut gewartet. Ich war so froh, als das vorbei war. Freiwillig würde ich das nie nie nie mehr machen :’D.

    Finde es auch schwer zu urteilen. Ich glaube Pendeln würde ich auch in Kauf nehmen, wenn ich mit meinem Freund zusammenlebe und wir eine gemeinsame Wohnung haben. Aber wenn ich ganz alleine bin, hätte ich kein Argument gehabt mir soviel Zeit nur fürs Fahren durch die Lappen gehen zu lassen. Ich kann auch in Zügen lernen, aber im Vergleich mit einer Bibliothek oder Schreibtisch zuhause, bin ich mir sicher, dass letztere produktiver ist.

    Freue mich schon auf deinen nächsten Part :D

  14. Hach liebe Leeri, ich kann das alles so gut nachempfinden! Ich bin ja auch immer gependelt – 3,5 Jahre lang von Aschaffenburg nach Würzburg. Immerhin 80 km pro Strecke. Das hat auch keiner verstanden und ich wurde immer blöd angequatscht, ob ich nicht „endlich von daheim ausziehen“ wolle. Tja, ich war halt schon von daheim weg, aber immernoch zu weit vom Studienort entfernt. :D

    Ich hab öfter mal auf dem Nintendo DS gespielt oder ein Buch gelesen. Irgendwie hat man die Zeit schon rumgekriegt. :) Heute würde ich das aber nicht nochmal machen wollen. Das hat mir jetzt wirklich gereicht mit dem Pendeln!

  15. vielen lieben Dank für deinen Kommentar :)
    Ich selbst hab noch nie wirklich gependelt, könnte es mir aber vorstellen, wenn man eine vernünftige Verbindung hat und es für vorübergehende Zeit wäre :)
    Liebe Grüße
    Lea
    Lichtreflexe
    facebook

  16. Vielen Dank für deinen netten Kommentar auf meinem Blog. Ich werde direkt auf deiner Seite etwas stöbern & mir so den Abend versüßen. :)

    Ganz liebe Grüße
    Anne von Frisch Verliebt

    Ich freue mich über einen Besuch:
    http://www.frisch-verliebt.blogspot.com

  17. Ich bewundere dich trotz allem, dass du das durchgehalten ist. Mich schlaucht es schon, wenn ich am Wochenende öfter zu meinen Eltern fahre (auch so 2-2,5 Stunden). Umso schöner, dass du jetzt eine Residenz in der Unistadt hast :)

  18. Puh 2 Stunden gehen ja noch, aber ich hätte nie gedacht, dass die Strecke nach Aachen doch so lange dauert per Bahn. Ich bin selber in meiner Ausbildungszeit täglich 4 Stunden gependelt und war es irgendwann satt. Jetzt brauche ich 10 Minuten zur Arbeit, aber das wird sich auch wieder ändern. Es gibt negatives und positives übers pendeln. Ich hab zu meiner Pendlerzeit viel mehr gelesen, aber die Wartezeiten gerade im Winter waren furchtbar.

    1. Waren ja immer mehr als 2. Nach Aachen fährt allein schon der RE1 2h07, und man muss ja noch zum Bahnhof kommen und dann vom Bahnhof zu dem Campus am Stadtrand – dauert eben. Ich hatte nie Zeit zum Lesen in der Bahn, höchstens in den ersten Semesterwochen.

  19. Danke übrigens für deinen Kommentar bei mir :D Ich habe momentan auch ein akutes Lichtproblem: Winter eben. gehste zur Arbeit, ist es dunkel, kommste wieder, ist es dunkel. Ich helfe mir da irgendwie mit Tageslichtlampen und hellen Untergründen aber ich bin trotzdem froh, wenn wieder Frühling ist :D

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

  20. Ich hab die ersten zwei Jahre Uni auch mit Pendeln verbracht, allerdings bin ich dabei am Anfang fast wahnsinnig geworden, obwohl ich es nicht mal annähernd so lange wie du im Zug aushalten musste :D
    Von meiner Heimatstadt bis zur Uni fährt man mit Bus und Bahn gut 1,5 Stunden. Das Problem ist allerdings, dass sich die Züge ständig verspäten und wenn man einen Anschluss verpasst, dann werden da gut 2-2,5 Stunden draus und die Hälfte der Vorlesung kann man vergessen oder sogar ganze einstündige Übungen. Daher bin ich nach viel Experimentieren dazu gekommen mit dem Auto zu einem P&R-Parkplatz zu fahren und dann nur noch eine halbe Stunde mit einer einzigen S-Bahnlinien zu fahren (aber die allein hat mich auch genug Nerven gekostet….)

    Dementsprechend: Tiefsten Respekt!!
    Bin gespannt auf den zweiten Teil, da kommen dann bestimmt auch ein paar witzige Geschichten von den ganzen Leuten und ihren Problemen, die man zwangsläufig mitbekommt oder? :D

  21. Haha, die Sprüche höre ich in letzter Zeit auch dauernd! Seit diesem Semester pendle ich 2-4 Tage pro Woche zur Uni (40km einfach) und finde es gar nicht so schlimm, wie erwartet! Ich hab aber auch echt Glück mit der Strecke, weil der Zug genau zwischen den beiden Städten hin und her pendelt und dementsprechend noch recht leer ist, wenn ich einsteige und man dann gut lernen kann. Liebe Grüße und Respekt an dich für die Pendelleistung!

  22. Hallo Leeri,

    nein, so richtig gependelt bin ich nie, vom Schulbusfahren ins nächste Dorf mal abgesehen… ^^Respekt dass du das so lange geschafft hast -und aus einer bewussten Entscheidung heraus!

    Allerdings hatte ich mal ca. 1 Jahr lang eine Fernbeziehung mit 3-4 h Anreise, dadurch habe ich zumindest ein bisschen Erfahrung ;)

    1 Stunde Bahnfahrt könnte ich mir noch vorstellen zu Pendeln, aber das wäre auch schon meine Schmerzgrenze.

    Liebe Grüße
    Moni

  23. Da hört sich auf Dauer sehr anstrengend an. Ich pendle aber auch nur nicht so lange wie du, ich lebe an der Grenze in Belgien und pendle dann immer nach Aachen (1 Stunde maximal) und habe da schon meine Nerven teilweise blank liegen. Gerade weil es so eine tolle Baustelle gibt auf einer der Hauptstraßen die mir nicht gelegen kommt :D. Aber da kann man wohl nicht viel machen, außer geduldig sein.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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