Austria Trip #5 – Friedrichshafener Hütte

Mountains in Ischgl

Warte mal, war sie nicht gerade am Meer? Ja, ihr habt Recht, und die Bilder des wunderschönen Mallorca Urlaubes werden zu gegebener Zeit auch ihren Weg hierhin finden, aber euch wird vielleicht aufgefallen sein (oder auch nicht), dass ich meine Österreichserie nie beendet habe. Der Urlaub ist schon über ein Jahr her und so wird es dringend Zeit, euch die letzten Fotos zu zeigen und die letzten Eindrücke zu schildern.

Wie ihr euch vielleicht erinnert (oder hier nachlesen könnt) habe ich mir am Vortag bei 0°C einen erstklassigen Sonnenbrand geholt und auch sonst war ich noch etwas geschafft von der doch recht anstrengenden Alpintour. Eigentlich war es geplant etwa 1000 Höhenmeter zu einem See zu steigen – doch das war gerade zu viel des Guten. Also suchte mein Freund kurzerhand eine neue Route aus – mit nur 400 Höhenuntern zu überwinden und Essen als Belohnung, sagte er. Naja, die schaffen wir schon irgendwie. Dann auf zur Friedrichshafener Hütte!

Tal von Mathon

Auf dem Weg zur Friedrichshafener Hütte, Mathon, Österreich

Der Aufstieg war doch recht anstrengend. Stur wie wir sind, nahmen wir natürlich nicht die befestigte und nur leicht ansteigende Serpentinstraße, sondern den steilen Weg direkt am Berg lang. An dem Tag war es natürlich überraschend warm, sodass ich meine dünne Jacke ausziehen musste und meine Krebsarme doch in die Sonne strecken musste (allerdings diesmal natürlich dick eingecremt – war ja ein gebranntes Kind im wahrsten Sinne des Wortes!). Das erste Stückchen Weg ging durch den Wald, sodass man von Schatten zu Schatten sputen konnte, doch je höher es ging, desto rarer wurden die Bäume und irgendwann wurde es mal wieder ein Aufstieg in der prallen Sonne. Apropos Bäume! Ich habe den seltsamsten Baum in meinem Leben gesehen. Wäre da ein weißes Kaninchen mit einer Weste und einer Taschenuhr hervorgekrochen, hätte mich das so gar nicht gewundert.

Alice im Wunderland Baum

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Wir kamen immer höher und höher, das Tal war nur noch ganz klein zu sehen…doch wo bleibt die verdammte Hütte? Der Blick ins Tal sagte, dass wir doch schon locker über 400 m höher sind, doch von der Hütte keine Spur. Meine Arme taten weh, meine Beine konnten nicht mehr und meine Laune hat sich schon lange auf den Weg runter gemacht. Das war dann mein persönlicher „Ist mir jetzt scheißegal, ich gehe jetzt!!!“-Moment. Nach einer längeren Pause hat aber wie es meistens der Fall ist, meine Dickköpfigkeit gesiegt und wir setzten den Weg nach oben fort. Nach einer gefühlten Ewigkeit rief mein Freund das erlösende „Ich sehe die Hütte!“ und ich konnte es eigentlich schon nicht mehr glauben.

Friedrichshafener Hütte, Mathon, Österreich

Friedrichshafener Hütte, Mathon, Österreich

Friedrichshafener Hütte, Mathon, Österreich

Vor der Hütte befand sich ein süßer kleiner Teich mit Fischen und auch der Ausblick war nicht schlecht. Und sitzen tat selten so gut!! Das Essen war lecker – für meinen Freund gab es die Leberknödelsuppe und eine Pilzrahmpfanne und für mich einen Strammen Max :) Zum Nachtisch gab es dann Apfelstrudel und Pfannkuchen für mich :) Als ich mich an der Hütte umschaute, entdeckte ich übrigens dieses Schild:

Friedrichshafener Hütte, Mathon, Österreich

Wenn man bedenkt, dass Mathon, unser Startpunkt auf 1450 m liegt, dann ergibt sich die Antwort darauf, wo die verdammte Hütte nämlich abgeblieben ist. Nämlich 700 Höhenmeter über dem Tal. Sind ja nur 300 Höhenmeter mehr als geplant. Glückwunsch für die hervorragende Recherche und Rechenarbeit ging an der Stelle an meinen lieben Freund :D

Strammer Max

Pilzrahmpfanne

Naja, runter geht es eh einfacher als hoch, nicht? Ja, und zwar fast zu gut, der Weg ist ja immer noch steil und die kleinen Schottersteinchen und trockene Äste sind eine ziemlich rutschige Angelegenheit. Noch relativ weit oben rutschte ich also aus und landete einmal der Länge nach auf dem Hang – mit dem Hinterteil auf einem dicken Stein und mit dem Rücken auf dem Rucksack – mit Kamera und 2. Objektiv drin!! Doch zum Glück war es nur mein Sonnenbrillenetui, welches sich ziemlich schmerzhaft in meinen Rücken gebohrt hat und danach halb eingedrückt war, wäre es die Kamera oder das Objektiv an dieser Stelle, wären sie wohl hin und der Urlaub somit für mich gelaufen. Glück gehabt – da nehme ich doch lieber die blauen Flecken, als meine geliebte Kamera! Etwas humpelnd ging es dann runter ins Tal.

Bisherige Österreich-Posts:

#1 Erste Eindrücke

#2 Berglisee und Staffaliweier

#3 Breitspitz, Kopsstausee und Hängebrücken

#4 Alpintour Radsattel

7 Kommentare

  1. Hallo,

    sehr schöne Bilder und die Aussicht ist sicher klasse. Das Essen sieht lecker aus.
    lg Tanja

  2. Megaaa schön *.* ich liebe Österreich , war als Kind immer mit meinen Eltern dort im Urlaub! Und ja der Baum ist sehr merkwürdig,,,erinnert mich auch an den Baum aus Sleepy Hollow ^^

  3. Der Baum sieht echt total wundersam aus! Würde wirklich gut zu Alice passen!

  4. Wahrscheinlich wiederhole ich mich, aber das Essen schmeckt nach so einer Wanderung und so einer tollen Aussicht um mehrfaches besser :D

    (Jetzt möchte ich auch einen Strammen Max xD)

  5. Wooow, wunderschöne Landschaft!! <3
    Also die Aussicht und so (und das Essen natürlich ;)) waren doch dann eine schöne Belohnung für die Qualen vorher :D
    Woah, Strammer Max ist so geil!

  6. Oh Gott dieses Essen! Mach mich doch nicht schwach…
    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel tolle Orte man auf Reisen sieht, wo man sie gar nicht erwartet hätte. Dieser Baum zum Beispiel. Einfach irre!
    xx Sabine

  7. […] Käsesuppe war absolut göttlich, der Rest war eher so okay. Das Essen auf der Friedrichshafener Hütte und vor allem am Kopsstausee konnte es nicht übertreffen, daher wäre die Taja nicht unbedingt ein […]

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